Video
Kontakt
Unser Programm
Meine Pinnwand
Wofür ich stehe
NRWSPD
Carina Gödecke
KiBiz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Bildung fängt bei den Kleinen an. Alle wesentlichen Studien weisen unmissverständlich nach, wie hoch der Stellenwert frühkindlicher Bildung für die spätere Entwicklung der Menschen ist. Daher wollen wir diesen Bildungsbereich auch massiv stärken und ausbauen, und zwar für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen. Denn eine hohe Qualität in der frühen Bildung nützt allen Kindern, vor allem denjenigen, die unter schwierigen sozialen Bedingungen ins Leben starten.

Kindertageseinrichtungen sollen die Förderung jedes einzelnen Kindes unter optimalen Bedingungen anbieten können. Dazu gehören kindgemäße Bildungs- und Erziehungspläne, Zeitgestaltung, Räume und Umgebungen - sowie Betreuungspersonen in ausreichender Zahl und mit guter Qualifikation. Es geht nicht nur um Plätze, sondern um die Kinder.

In Nordrhein-Westfalen hatten wir ein gutes, anerkanntes und allseits geschätztes Kindergartengesetz. Statt das Kindergartengesetz weiter zu entwickeln und an die gesellschaftlichen Notwendigkeiten sowie die geänderten familiären Bedürfnisse anzupassen, haben wir jetzt das "KiBiz", das so genannte Kinderbildungsgesetz. Ein Gesetz, das nicht hält, was sein Name ankündigt. Im KiBiz geht es nämlich nicht um Kinderbildung, sondern das KiBiz ist ein reines Finanzierungsgesetz. Und ein schlechtes obendrein.

Wir werden nach dem 9. Mai 2010 ein Kinderbildungsgesetz vorlegen, das seinen Namen wirklich verdient. Mit maßgeschneiderten Sofortmaßnahmen werden wir die Kinderbildung in Nordrhein-Westfalen verbessern. Dazu zählen unter anderem bedarfsgerechte Finanzierungspauschalen, kleinere Gruppen sowie der Einstieg in die Akademisierung der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Wir legen Wert auf Trägervielfalt, weil damit nicht nur unterschiedliche pädagogische Ansätze, sondern auch christliche und weltliche Erziehungsgrundsätze angeboten werden.

Den Besuch der Kindertageseinrichtungen werden wir schrittweise gebührenfrei machen. Die Finanzierung dafür muss durch das Land erfolgen. Den Ausbau der U-3- Betreuung werden wir bedarfsgerecht fortsetzen. Aber nicht zu Lasten der älteren Kinder. Im Gegenteil, der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz muss für alle Kinder gelten.

Gute Bildung beginnt früh. Wir wollen Kinder und Familien erfolgreich fördern und beraten, deshalb verstehen wir die kinder- und familienpolitische Infrastruktur ganzheitlich. Für uns gilt der Grundsatz "Ungleiches ungleich behandeln": Einrichtungen in sozialen Brennpunkten haben ganz andere Anforderungen zu bewältigen, als solche in bürgerlichen Stadtvierteln. Daher muss die derzeitig einheitliche Förderung nicht nur erhöht, sondern auch mit einem Sozialindex versehen werden. Das Geld muss dort ankommen, wo es gebraucht wird. Familien dürfen mit ihrer Verantwortung für eine positive Entwicklung ihrer Kinder nicht allein gelassen werden.

Das sagt die SPD

Britta Altenkamp: Minister Laschet allein zu Haus - KiBiz stößt auf breite Ablehnung

(18.03.10) "Die heutigen Stellungnahmen von ver.di und der Freien Wohlfahrtspflege haben vor allem noch mal eins deutlich gemacht: Das so genannte Kinderbildungsgesetz (KiBiz) stößt nach wie vor sowohl bei Eltern als auch bei Erziehern und Trägern auf ungeteilte Ablehnung. Die angeblichen Unterstützungsrufe für das KiBiz, von denen Minister Laschet und seine Fraktion im Landtag gerne berichten, scheinen mehr Wunsch als Wirklichkeit zu sein. Die Stapel von Beschwerdebriefen der Eltern, Träger, Kommunen und Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen sprechen eine andere Sprache. Weder wurde die frühkindliche Bildung gestärkt, noch hat es den Boom beim Ausbau von Kita-Plätzen für unter Dreijährige gegeben. Weder wurde dem Wunsch vieler Eltern nach mehr Flexibilität entsprochen, noch haben die Kommunen die notwendige Unterstützung beim Ausbau von Kita-Plätzen erhalten. Deshalb haben sie vor dem Verfassungsgericht geklagt."

Britta Altenkamp: Unterlassene Hilfeleistung von Schwarz-Gelb - Kommunen stoppen Ausbau der U3-Plätze

(04.03.10) "Nun passiert genau das, wovor wir immer gewarnt haben. Weil die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf in den vergangenen fünf Jahren einen Raubzug durch die kommunalen Kassen betrieben hat und sich weigert, über einen Solidarpakt insbesondere armen Städten zu helfen, müssen die Rathäuser den Rotstift ansetzen. Das CDU-geführte Aachen hat jetzt beschlossen, den Ausbau der Kita-Plätze für Unterdreijährige um ein Drittel zusammen zu streichen."

Britta Altenkamp: Sprachförderung in den Kitas braucht vielfältige Konzepte

(29.01.10) "So verschieden Kinder sind, so verschieden müssen auch die Sprachförderkonzepte sein. Das Problem ist, dass es keine gesicherten Erkenntnisse darüber gibt, welche Sprachförderkonzepte existieren, welche gerade erprobt werden und welche überhaupt Erfolge zeigen."